Vor kurzem nahm eine Neukundin Kontakt zu unserer Geschäftsstelle in Hamburg-Nord-West auf und legte eines ihrer selbst kreierten Gedichte bei. Dies möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Wir hoffen, dass es auch euch ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, wie bei uns im Büro.

0031 Die wundersame Blume

Das Kleine mit den starken Trieben,
das Gänseblümchen, muss man lieben.
Weil ohne Scheu, noch eisbesät,
es keck schon aus dem Grase späht.

So kleine Dinger voller Kraft
saugen vom Rasen Lebenssaft
und wüchsen gerne hoch hinaus,
recken sich wild zum Himmel aus.

Doch alles Strecken will nicht nützen.
Sie bleiben tief am Stängel sitzen.
Soweit die kleine Blüte blickt,
sieht Freunde sie und ist entzückt.

Sieht weiße Krönchen hübsch verteilt,
die – ach – ein rascher Tod ereilt.
Kaum dass sie küsst der Sonne Licht,
geschieht, dass ihr das Auge bricht.

Egal, ob sie vom Mensch ertreten,
ob es beim Mähen oder Jäten,
ob es gar aus Versehn geschah:
Das kleine Ding ist nicht mehr da.

Doch da es Triebe gilt zu loben:
Sie kommen wieder schnell nach oben.
Als wäre vor dem nichts geschehn,
sieht man sie wieder auferstehn.

Unzählig wächst der Blümchen Schar,
viel mehr noch als es vorher war.
Das ist in kurzgeraffter Zeit
des Gänseblümchens Freud und Leid.

© Angelika Donant, 1989, www.donant-lyrics.de

Quelle: Kontaktmail vom 17.08.2015 Angelika Donant an hh-nordwest@gartenzauberwerk.de

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Seo wordpress plugin by www.seowizard.org.