Große Blüten und satte Farben: Lilien verwöhnen in den (Früh-)Sommermonaten jedes Auge. Schon in der Bronzezeit waren die Menschen von den herrlichen Zwiebelgewächsen verzückt und verewigten sie in aufwändigen Malereien, auch die alten Römer und Griechen schätzten Lilien als Symbole der Reinheit und Fruchtbarkeit.

Heute sind mehr als 100 Arten bekannt, die sich im Laufe der Evolution vom Himalaya bis nach Japan, Nordamerika und den Kaukasus ausgebreitet haben. Aufgrund ihrer Schönheit sind sie nicht nur an Naturstandorten, sondern auch in jedem Ziergarten ein echter Hingucker. Die unzähligen Züchtungen erblühen in diversen Weiß-, Rot-, Rosa-, Orange- oder Gelbtönen. Der Durchmesser mancher Blüten beträgt sieben, bei anderen stolze 25 Zentimeter. Es gibt sie einfarbig und mit Randzeichnung, gestreift oder gesprenkelt, mit mehr oder weniger süßlichem Duft. Kurzum: Die Vielfalt ist immens, so dass sich nahezu jede Gestaltungsidee umsetzen lässt.

Praktisch ist dabei, dass Lilien prinzipiell recht robust sind. Dennoch gilt es einige Basics zu beachten: Die Pflanzen mögen es feucht, reagieren aber recht empfindlich auf Staunässe. Durchlässige Böden oder eine Drainage sind also Pflicht. Zudem sollte ein sonniger Standort gewählt werden, denn die Blüten brauchen Licht und Wärme. Doch Obacht: Zugleich bekommen Lilien gern „kalte Füße“, was sich mit Mulch oder Bodendeckern wie Eisenkraut oder Storchschnabel bewerkstelligen lässt. Düngt man sie dann noch regelmäßig mit Kompost oder Hornspänen, sind sie rundum versorgt – übrigens auch im Topf.

Am besten pflanzt man Lilien im Herbst, auch die Zeit von Ende März bis Mai ist möglich. Abweichler sind die Madonnen-Lilie, für die sich nur der August eignet, und die Türkenbund-Lilie, die man im Herbst ausbringen sollte. Besonders zur Geltung kommen die Pflanzen in Gruppen, wobei es sich empfiehlt, die Pflanztermine über mehrere Wochen zu verteilen. Denn so kann man sich länger am Farbenspiel erfreuen, gehen die Lilien dadurch doch erst nach und nach in Blüte.

Je nach Sorte ist das von Mai bis September der Fall. Sind die Blüten verwelkt, sollte man sie entfernen, um die Lebenskraft der Pflanze zu erhalten. Kündigt sich die kalte Jahreszeit an, schneidet man Lilien bis auf den Boden zurück. Sie überwintern anschließend in ihren Zwiebeln, um im nächsten Frühling wieder auszutreiben.

Wir wünschen viel Freude beim Experimentieren und Variieren. Sollten Sie dabei Anregungen oder Hilfe brauchen – sprechen Sie uns gern an!

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