Für Bastelprojekte war sie schon in der Grundschule beliebt: die Kastanie. Die verführerisch rotbraunen glänzenden Früchte des Aesculus hippocastanum wurden jedoch nicht nur bei Kindern oder als herbstliche Dekoration genutzt. Die „Rosskastanie“ wurde lange Zeit an Pferde verfüttert, um einen Husten zu lindern; es galt als Brauch, immer eine Kastanie in der Hosentasche zu tragen um Rheuma vorzubeugen und in Notzeiten wurden die frisch gefallenen Früchte gegessen oder als Kaffeeersatz genutzt.

Heute sollte zum kulinarischen Vergnügen lieber die Esskastanie verwendet werden, die durch ihre Stärke geröstet besser schmeckt. Trotzdem sollte die gute alte Rosskastanie nicht vergessen werden, denn die heilende Wirkung hat auch heute noch Bestand. Die Blüte der Kastanie (auch getrocknet in ausgewählten Reformhäusern oder in der Apotheke zu erlangen) gibt einen wunderbaren Tee, der sich hervorragend zum Lösen von festsitzendem Schleim und Husten eignet.

Die wirksamsten Inhaltsstoffe befinden sich jedoch in den Samen der Rosskastanie – diese enthalten bis zu zehn Prozent eines Saponingemisches: Dies wirkt unterstützend in der Verdichtung der Gefäßwände und verhindert somit, dass sich Wasser ansammelt. Durch die zusätzliche entzündungshemmende Wirkung werden Extrakte der Rosskastaniensamen oft in pflanzlichen Mitteln gegen Venenschwäche oder Krampfadern verwendet.

Wenn Sie sich umfangreicher über die Heilwirkungen der Rosskastanie informieren möchten, finden Sie spannende Beiträge in der Apotheken Rundschau oder bei der IKK Gesund Plus. Und wenn Sie das nächste Mal über die schönen rotbraunen Früchte der Rosskastanie laufen, können Sie in diesen jetzt noch viel mehr als einen Herbstboten erkennen.

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