Der Rhododendron kümmert, die Eibe wird zu groß, und die Stechpalme würde sich in einem anderen Teil des Gartens doch besser machen. Eine Lösung für diese Probleme: Umsetzen! Im Falle immergrüner Gehölze ist der Herbst dafür die beste Jahreszeit. Zum einen stellen die Pflanzen ab September ihr Längenwachstum ein, sind zugleich aber in der Lage, bis zum Winter noch genug Wurzeln zu bilden. Zum anderen ist im Herbst die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen höher – und gerade umgepflanzte Gehölze brauchen eine ausreichende Wasserversorgung.

Eine weitere Grundregel lautet: Je jünger das Gehölz, desto einfacher und schonender lässt es sich umpflanzen. Ältere Exemplare sind nur schwer zu handhaben, außerdem haben sie in der Regel ein weit verzweigtes Wurzelsystem ausgebildet. Schäden sind da kaum vermeidbar sind, weswegen es lange dauern kann, bis sich die Pflanzen am neuen Standort erholen und kahle Stellen oder Verfärbungen verschwinden.

In den Wochen vor der geplanten Umsetzung empfiehlt es sich, den Boden unter der Pflanze alle paar Tage gut zu durchfeuchten. So kann die Pflanze Wasserreserven anlegen, außerdem gestaltet sich das spätere Ausgraben leichter. Außerdem sollte man sich über einen geeigneten neuen Standort Gedanken machen. Rhododendren etwa brauchen lichten Schatten bis Halbschatten, außerdem kalkfreie, saure, lockere und nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Sehr gut machen sie sich daher in Nachbarschaft von schattenwerfenden Laubbäumen.

Koniferen wie Eiben, aber auch Tannen, Lärchen, Fichten, Wacholder und die als Hecken sehr beliebten Lebensbäume (Thujen) haben keine besonderen Bodenansprüche, mögen es aber nicht zu trocken sowie hell und windgeschützt. Ähnlich sieht es bei der Stechpalme aus, die jedoch auf ein Umsetzen recht empfindlich reagiert. Daher sollte man ältere Exemplare im Zweifel lieber stehen lassen.

Steht der neue Standort fest, kann es mit dem Umpflanzen losgehen. Hierfür sticht man mit dem Spaten rund um den Gehölzstamm einen Wurzelballen aus, wobei die richtige Balance wichtig ist: Der Ballen sollte groß genug sein, um den Verlust an Feinwurzeln möglichst gering zu halten, aber natürlich nicht derart ausladend, dass man die Pflanze nicht mehr vom Fleck bekommt.

Das Pflanzloch am neuen Standort wiederum sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Im Fall von Rhododendren wird es, so die Bodenverhältnisse (noch) nicht stimmen, mit Spezialerde aufgefüllt, bei sehr lehmigen Böden lässt sich auch eine Drainage mit Kies anlegen. Bei Koniferen wiederum empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Kompost oder Rindenhumus anzureichern, außerdem sollte ein Stützpfahl Platz finden.

Ist das Gehölz dann gepflanzt, muss es ordentlich gewässert werden – und zwar auch in den kommenden Wochen, sofern die Niederschläge hierfür nicht ausreichen. Gerade bei Rhododendren ist es zudem sinnvoll, den Boden unter der Pflanze mit Hornspänen zu düngen und eine Mulchschicht aufzubringen. Am besten eignen sich hierfür Eichenlaub oder Nadeln, deren Gerbsäure im Zeitablauf gute Bodenverhältnisse schafft. Ohnehin empfiehlt es sich, Laub unter Rhododendren liegen zu lassen, baut sich so doch über die Zeit eine natürliche Humusschicht auf, von der die flachwurzelnden Gehölze zehren können.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei Ihren Umpflanzprojekten. Sprechen Sie uns bei Bedarf einfach an!

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