Tipps und Tricks: Die Rosskastanie und ihre Heilkraft

Für Bastelprojekte war sie schon in der Grundschule beliebt: die Kastanie. Die verführerisch rotbraunen glänzenden Früchte des Aesculus hippocastanum wurden jedoch nicht nur bei Kindern oder als herbstliche Dekoration genutzt. Die „Rosskastanie“ wurde lange Zeit an Pferde verfüttert, um einen Husten zu lindern; es galt als Brauch, immer eine Kastanie in der Hosentasche zu tragen um Rheuma vorzubeugen und in Notzeiten wurden die frisch gefallenen Früchte gegessen oder als Kaffeeersatz genutzt.

Heute sollte zum kulinarischen Vergnügen lieber die Esskastanie verwendet werden, die durch ihre Stärke geröstet besser schmeckt. Trotzdem sollte die gute alte Rosskastanie nicht vergessen werden, denn die heilende Wirkung hat auch heute noch Bestand. Die Blüte der Kastanie (auch getrocknet in ausgewählten Reformhäusern oder in der Apotheke zu erlangen) gibt einen wunderbaren Tee, der sich hervorragend zum Lösen von festsitzendem Schleim und Husten eignet.

Die wirksamsten Inhaltsstoffe befinden sich jedoch in den Samen der Rosskastanie – diese enthalten bis zu zehn Prozent eines Saponingemisches: Dies wirkt unterstützend in der Verdichtung der Gefäßwände und verhindert somit, dass sich Wasser ansammelt. Durch die zusätzliche entzündungshemmende Wirkung werden Extrakte der Rosskastaniensamen oft in pflanzlichen Mitteln gegen Venenschwäche oder Krampfadern verwendet.

Wenn Sie sich umfangreicher über die Heilwirkungen der Rosskastanie informieren möchten, finden Sie spannende Beiträge in der Apotheken Rundschau oder bei der IKK Gesund Plus. Und wenn Sie das nächste Mal über die schönen rotbraunen Früchte der Rosskastanie laufen, können Sie in diesen jetzt noch viel mehr als einen Herbstboten erkennen.

Gartenpflege Folge 7: Teichpflege im Herbst

Ein Teich ist die Perle in jedem Garten. Damit er auch in der nächsten Saison glitzert und schillert, sollte er gerade jetzt im Herbst poliert bzw. gepflegt werden.

Das erste Augenmerk dabei gilt den Pflanzen im Wasser: Da sich die meisten von ihnen zur kalten Jahreszeit ohnehin in Überwinterungsorgane zurückziehen, schneidet man ihre oberflächennahen Triebe zurück oder entfernt wie bei Seerosen alle gelben Blätter. Damit wird verhindert, dass die abgestorbenen Pflanzenteile sich am Teichboden sammeln und dort allmählich zu Faulschlamm werden, aus dem für Fische und andere Tiere giftige Gase entweichen.

Außerdem sollte man nun, da die Bäume ihre Blätter verlieren, einen zu hohen Laubeintrag verhindern. Bei kleinen Teichen empfiehlt sich dafür ein Netz, das man über das Wasser spannt. Steht kein Netz zur Verfügung oder ist der Teich zu groß, hilft nur Abkeschern. Bei der Gelegenheit ist es sinnvoll, nicht nur Laub, sondern auch über den Sommer gewachsene Algenteppiche „einzufangen“. Denn mit sinkenden Temperaturen verwandelt sich auch ihre absterbende Biomasse in Faulschlamm, da die zersetzenden Mikroorganismen im Teichwasser nun nicht mehr so aktiv sind.

Auch Pflanzen der Sumpf-, Flachwasser- und Uferzone wie Schilf, Binsen oder Zyperngräser können nun zurückgeschnitten werden. Dabei sollte man rund 20 Zentimeter stehen lassen – so friert der Uferbereich später nicht so schnell zu, die Belüftung des Teichwassers bleibt erhalten. Das Schnittgut zudem nicht sofort auf den Kompost geben, sondern bis zum Frühjahr in einer geschützten Gartenecke lagern – Insekten, die jetzt einen Unterschlupf für den Winter suchen, werden sich freuen.

Befinden sich Fische im Teich, sollten sie, so sie gefüttert werden, bei Temperaturen unter 10 Grad Celcius keine Nahrung mehr erhalten. Denn zu Futterreste am Boden würden erneut zum Faulgasproblem führen. Ohnehin ist bei mäßigem Fischbesatz und einer funktionierenden Wasserbiologie eine Fütterung oft gar nicht notwendig.

Ein weiterer Punkt: Die Wassermenge im Teich. Über den Sommer dürfte sie gesunken sein, sodass man nun nachfüllen muss. Verwendet man hierfür Wasser aus einem Brunnen, darf der Nitratgehalt, den man mit einem handelsüblichen Set testen kann, nicht zu hoch sein – eine Algenblüte wäre die Folge. Als Alternative bietet sich Leitungswasser an.

Und schließlich holt man vor den ersten Frösten Teichtechnik wie Pumpen und Filter aus dem Teich, um sie zu warten und frostfrei zu lagern.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei all diesen Arbeiten. Sprechen Sie uns einfach an!

Tipps und Tricks: Blumenzwiebeln setzen

Frühes Gärtnern fängt die Blütenpracht. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei: In jedem Fall ist der Herbst genau der richtige Zeitpunkt, um Zwiebelblüher wie Schneeglöckchen, Narzissen, Hyazinthen und Co. zu pflanzen – damit es im nächsten Frühling schon möglichst viele Farbtupfer im erwachenden Garten gibt.

Dabei sollte man beim Einkauf auf hochwertiges Pflanzmaterial achten. Was heißt: Lieber keine Billigmischungen, sondern Einzelknollen. Zudem feste, nicht schimmlige Zwiebeln nehmen, die noch nicht ausgetrieben sind. Und schließlich von einer Art lieber größere als kleinere Knollen auswählen – die Pflanzen werden dann in der Regel kräftiger.

Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass es die meisten Zwiebelblüher offen und sonnig mögen. Sie wirken auch sehr dekorativ unter Gehölzen, doch Achtung: Hier nur Laubgewächse wählen, damit in der Wachstumsphase von Krokus und Co. genug Licht auf den Boden fällt.

Daneben sind natürlich die eigenen Vorstellungen entscheidend: Wo soll es wann in welcher Farbe blühen? Angesichts der schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten hat man hier die Qual der Wahl: Der gelbe Winterling erblüht schon im Januar, das Schneeglöckchen von Februar bis März, kurz darauf erscheint der Märzenbecher. Die ebenfalls von März bis April blühenden Krokusse gibt es in weiß, blau und gelb, noch breiter ist das Farbspektrum bei Narzissen, Tulpen sowie den kräftig duftenden Hyazinthen. Die gefleckte Schachbrettblume ist ein echter Hingucker von April bis Mai, etwas später blühen hoch wachsende „Zwiebel-Exoten“ wie die Blaue Prärielilie, der Riesen-Zierlauch oder die recht empfindliche Steppenkerze.

Ganz allgemein empfiehlt es sich, Blumenzwiebeln in Gruppen zu setzen – sieht später einfach schöner aus. Plant man, sie im Rasen zu pflanzen (was am besten bei Narzissen und Krokussen gelingt), hat das zudem den Vorteil, dass man um sie herum mähen kann. Denn prinzipiell sollten die Laubblätter so lange an den Pflanzen verbleiben, bis sie komplett verwelkt sind – liefern sie bis dahin doch lebenswichtige Energie.

Und es gibt eine weitere Faustregel: Man pflanzt eine Zwiebel gut doppelt so tief wie sie hoch ist. Außerdem ist bei lehmigen oder tonigen Böden eine Drainageschicht sinnvoll, um Staunässe und damit Fäulnisgefahr zu verhindern. Sind Wühlmäuse ein Problem im Garten, sollten die Zwiebeln in einem Draht- oder Plastikkorb ausgebracht werden. Sie werden dann nicht so leicht angeknabbert.

Ansonsten: Zwiebeln mit der Spitze nach oben einsetzen, möglichst humusreiche Erde darüber, leicht andrücken und gut angießen – fertig! Bei manchen Arten, v.a. Krokussen, besteht die Chance, dass sie verwildern und sich selbständig über Brutknollen, mitunter auch durch Aussamung von selbst verbreiten. Hierfür sollten man die Pflanzungen aber über Jahre in Ruhe lassen.

Also: Lassen Sie Ihre Gestaltungsideen fließen! Und sollten Sie dabei oder der Umsetzung jemanden brauchen, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht: Sprechen Sie uns gern an!

Tipps und Tricks: Immergrüne Gehölze umsetzen

Der Rhododendron kümmert, die Eibe wird zu groß, und die Stechpalme würde sich in einem anderen Teil des Gartens doch besser machen. Eine Lösung für diese Probleme: Umsetzen! Im Falle immergrüner Gehölze ist der Herbst dafür die beste Jahreszeit. Zum einen stellen die Pflanzen ab September ihr Längenwachstum ein, sind zugleich aber in der Lage, bis zum Winter noch genug Wurzeln zu bilden. Zum anderen ist im Herbst die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen höher – und gerade umgepflanzte Gehölze brauchen eine ausreichende Wasserversorgung.

Eine weitere Grundregel lautet: Je jünger das Gehölz, desto einfacher und schonender lässt es sich umpflanzen. Ältere Exemplare sind nur schwer zu handhaben, außerdem haben sie in der Regel ein weit verzweigtes Wurzelsystem ausgebildet. Schäden sind da kaum vermeidbar sind, weswegen es lange dauern kann, bis sich die Pflanzen am neuen Standort erholen und kahle Stellen oder Verfärbungen verschwinden.

In den Wochen vor der geplanten Umsetzung empfiehlt es sich, den Boden unter der Pflanze alle paar Tage gut zu durchfeuchten. So kann die Pflanze Wasserreserven anlegen, außerdem gestaltet sich das spätere Ausgraben leichter. Außerdem sollte man sich über einen geeigneten neuen Standort Gedanken machen. Rhododendren etwa brauchen lichten Schatten bis Halbschatten, außerdem kalkfreie, saure, lockere und nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Sehr gut machen sie sich daher in Nachbarschaft von schattenwerfenden Laubbäumen.

Koniferen wie Eiben, aber auch Tannen, Lärchen, Fichten, Wacholder und die als Hecken sehr beliebten Lebensbäume (Thujen) haben keine besonderen Bodenansprüche, mögen es aber nicht zu trocken sowie hell und windgeschützt. Ähnlich sieht es bei der Stechpalme aus, die jedoch auf ein Umsetzen recht empfindlich reagiert. Daher sollte man ältere Exemplare im Zweifel lieber stehen lassen.

Steht der neue Standort fest, kann es mit dem Umpflanzen losgehen. Hierfür sticht man mit dem Spaten rund um den Gehölzstamm einen Wurzelballen aus, wobei die richtige Balance wichtig ist: Der Ballen sollte groß genug sein, um den Verlust an Feinwurzeln möglichst gering zu halten, aber natürlich nicht derart ausladend, dass man die Pflanze nicht mehr vom Fleck bekommt.

Das Pflanzloch am neuen Standort wiederum sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Im Fall von Rhododendren wird es, so die Bodenverhältnisse (noch) nicht stimmen, mit Spezialerde aufgefüllt, bei sehr lehmigen Böden lässt sich auch eine Drainage mit Kies anlegen. Bei Koniferen wiederum empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Kompost oder Rindenhumus anzureichern, außerdem sollte ein Stützpfahl Platz finden.

Ist das Gehölz dann gepflanzt, muss es ordentlich gewässert werden – und zwar auch in den kommenden Wochen, sofern die Niederschläge hierfür nicht ausreichen. Gerade bei Rhododendren ist es zudem sinnvoll, den Boden unter der Pflanze mit Hornspänen zu düngen und eine Mulchschicht aufzubringen. Am besten eignen sich hierfür Eichenlaub oder Nadeln, deren Gerbsäure im Zeitablauf gute Bodenverhältnisse schafft. Ohnehin empfiehlt es sich, Laub unter Rhododendren liegen zu lassen, baut sich so doch über die Zeit eine natürliche Humusschicht auf, von der die flachwurzelnden Gehölze zehren können.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei Ihren Umpflanzprojekten. Sprechen Sie uns bei Bedarf einfach an!

Gartenpflege Folge 6: Rasen reparieren

Langsam, aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende. In so manchem Garten ist der Rasen nicht mehr so schön wie noch im Frühjahr – sei es durch zu große Trockenheit, Wühlmäuse und Maulwürfe, herumtollende Kinder oder das Glühen einer Feuerstelle, an der man wunderbare Abende verbracht hat.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die Schäden noch vor dem Anbruch des Herbsts zu reparieren. Hierfür ist zunächst Ursachenforschung angesagt: Hat etwa die Sonneneinstrahlung den Rasen stellenweise verbrannt, während drum herum alles in Ordnung ist, könnte es sein, dass sich an diesen Stellen unter der Grasnarbe größere Steine verbergen. Diese müssen zunächst entfernt werden.

Handelt es sich dagegen um von Feuer angekokelte oder durch starke Beanspruchung verdichtete Stellen, sollten diese zunächst gelockert und beschädigte Pflanzenteile entfernt werden. Mögliche Mulden und Löcher gleicht man mit Erde aus.

Mancherorts kann es wiederum sein, dass Moos das Gras verdrängt hat. Sehr wahrscheinlich ist der Boden dort zu sauer. Ein pH-Wert-Schnelltest aus dem Baumarkt schafft Klarheit, bei einem Wert unter 6 muss dann gekalkt werden. Auch Schatten von Bäumen oder Gebäuden kann zu kahlen Stellen führen. Hier empfiehlt sich die Aussaat einer Schattenrasenmischung.

Womit nun die eigentliche Reparatur angesprochen wäre: Die schnellste Maßnahme hierfür ist Rollrasen, der sich mit einem Spaten auf die nötige Größe zustechen lässt. Dabei auf den Höhenunterschied achten: Rollrasen ist in der Regel rund drei Zentimeter dick, entsprechend tief sollte das Loch sein, in das er eingearbeitet wird.

Natürlich kann man auch Rasensamen säen, wodurch sich das Schließen der Stellen gemäß der Keimdauer jedoch verzögert. Beim Samenkauf empfiehlt es sich dringend, auf Billigmischungen zu verzichten und stattdessen auf die Bezeichnung RSM zu achten. Diese steht für „Regelsaatgutmischung“, was bedeutet, dass die Samen die Qualitätsstandards der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau erfüllen. Insgesamt gibt es mehr als 25 RSM-Kategorien je nach Nutzungszweck und Standortbedingungen – vom Spiel- bis hin zu besagtem (Halb-)Schattenrasen.

Nach der Aussaat sollte man regelmäßig gießen sowie mit der ersten Düngung etwa sechs Wochen warten, bis die Graspflanzen Wurzeln gebildet haben. Oder man arbeitet vorab organischen Dünger wie Kompost ein, dessen Nährstoffe sich erst langsam freisetzen.

Wem das zu viel Arbeit ist, kann inzwischen auf fertige Substratmischungen zurückgreifen, die neben Rasensaat Dünger und Erde oder andere Substrate enthalten. Hierbei empfiehlt es sich, immer wieder die gleiche Mischung zu verwenden, um einen „Flickenteppich“ mit möglicherweise verschiedenen Ansprüchen zu umgehen.

Für den Fall, dass Sie bei Ihrer „Rasenreparatur“ professionelle Hilfe benötigen: Sprechen Sie uns einfach an!

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