Gartenpflege Folge 4: Richtig Rasen mähen

Ein Rasenteppich. Dicht, grün, saftig. Für viele gehört das zu einem Traumgarten einfach dazu. Doch ein schöner Rasen entsteht nicht von allein. Eine Maßnahme: Regelmäßiges Rasenmähen. Dabei gelten einige Grundregeln:

Das Messer des Mähers sollte nicht zu stumpf sein – also mindestens einmal pro Jahr schleifen.

Ungefähr alle sieben Tage mähen, damit sich die Gräser gut verzweigen. In der starken Wachstumsphase im Mai und Juni kann es auch zwei Mal pro Woche sein, bei schwächerem Wachstum im Herbst dafür seltener.

Die optimale Schnitthöhe beträgt rund vier Zentimeter. Bei sehr trockener Witterung, in schattigen Gartenbereichen oder im Herbst sind eher fünf Zentimeter geeignet.

Aber: Nicht zu viel auf einmal abschneiden! Orientierung bietet die sogenannte „Drittel-Regel“. Diese besagt, nie mehr als ein Drittel der aktuellen Wuchshöhe abzumähen, um die Gräser nicht zu stark zu beanspruchen. Ein Beispiel: Wird der Rasen auf vier Zentimeter heruntergeschnitten, sollte er nicht höher als sechs Zentimeter gewachsen sein. Das wiederum heißt: Ist der Rasen mal über Gebühr geschossen, etwa nach einem längeren Urlaub, empfiehlt es sich, ihn in mehreren Schritten wieder auf die optimale Höhe herunterzuschneiden und dem Grün dazwischen jeweils ein, zwei Tage Erholung gönnen. Also zum Beispiel so: Von 15 auf zehn Zentimeter herunterschneiden. Pause. Von zwölf auf acht Zentimeter. Pause. Und so weiter.

Desweiteren gilt: Nicht bei nassem Rasen mähen. Denn dann sind die Halme nicht gleichmäßig aufgerichtet und werden nicht einheitlich geschnitten. Außerdem verklumpt das Schnittgut und vor allem schwere Rasenmäher laufen Gefahr, bei durchnässtem Boden einzusinken.

Und schließlich: Böschungen immer quer zum Gefälle mähen. Das gewährleistet nicht nur einen gleichmäßigen Schnitt, sondern dient auch der eigenen Sicherheit.

Natürlich übernehmen wir sehr gern das Rasenmähen für Sie – sprechen Sie uns einfach an!

Tipps und Tricks: (Un-)Kraut für die Küche

Giersch, Löwenzahn oder Vogelmiere: Für meisten Gärtner sind diese Kräuter echte Nervensägen – weswegen wir vergangene Woche einige Tipps parat hatten, wie man sie loswerden kann. Sind Beete und Gehwege einmal von ihnen befreit, müssen die Kräuter aber nicht zwingend in den Grünabfall oder den Thermokomposter. Stattdessen sind sie echte Schätze für den eigenen Speiseplan.

So gehören Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere, Sauerampfer oder Brennnesseln zu den rund 1.500 in Europa heimischen Wildkräutern, die Fachleute als essbar einstufen. Dabei sind sie echte Vitamin- und Mineralstoffbomben: Vogelmiere etwa enthält im Vergleich zu handelsüblichem Kopfsalat das Dreifache an Kalium und Magnesium sowie das Siebenfache an Eisen. Löwenzahn wiederum kommt auf das Siebenfache an Vitamin C und gar das Vierzigfache an Vitamin A.

Auch geschmacklich sind die oft so verdammten Plagegeister interessant: Giersch, ebenfalls sehr reich an Vitamin C, erinnert an eine erfrischende Mischung aus Petersilie und Möhre. Seine Knospen und junge Blätter lassen sich als Salat zubereiten, zudem eignet er sich als Spinatersatz. Auch mit jungem Löwenzahn, der chicorée-artig schmeckt, der mildwürzigen und erbsen- bis maisartigen Vogelmiere sowie Sauerampfer, Gänseblümchen und Beifuß lässt sich mancher Salat verfeinern, während getrocknete und gemahlene Brennessel-Blätter einen heilsamen Teeaufguss ergeben.

Letztlich sind der Fantasie aber keine Grenzen gesetzt: Kräuteröle oder Gewürzsalze, Pestos oder Quarks, in Essig einlegte „Ersatz-Kapern“ oder Smoothies – es gibt unzählige Möglichkeiten. So mancher Sternekoch kredenzt gar Wachteleier auf Giersch-Spinat oder Löwenzahn-Tiramisu als Dessert. Spätestens hier wird deutlich: So manches Un- ist tatsächlich ein Gourmet-Kraut.

Hier ein paar Links zur Inspiration:

„10 Unkräuter, die man essen kann“ auf utopia.de

Löwenzahn-Rezepte auf chefkoch.de

Saisonale Wildkräuter-Rezepte vom Unkrautgourmet und dem Wildkrautgarten

 

 

 

Gartenpflege Folge 3: Unkraut bekämpfen

„Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig“, soll schon William Shakespeare bemerkt haben. Gerade in den vergangenen Wochen machten sich in so manchem Beet Gräser, Giersch oder Löwenzahn breit. Doch wie wird man die ungebetenen Gäste wieder los?

Chemische Hilfsmittel wie Glyphosat sind nicht zu empfehlen. Denn die sind nicht nur schlecht fürs Unkraut, sondern auch andere Pflanzen, Tiere und das Grundwasser.

Stattdessen muss die Gärtnerin oder der Gärtner wohl oder übel selbst ran. Gründliches Jäten hilft immer, muss aber regelmäßig erfolgen. Sei es, indem man es von Hand herauszupft. Oder indem man eine Hacke oder eine Schuffel zu Hilfe nimmt: Mit ihnen lassen sich die Wurzeln zertrennen, weswegen das herausgearbeitete Unkraut im Beet verbleiben kann – es vertrocknet anschließend. Bei tief und verzweigt wurzelnden Quälgeistern wie Giersch oder Quecke sollte jedoch so viel wie möglich aus der Erde, weil die Wurzelreste sonst neu austreiben.

Um zu verhindern, dass sich Unkräuter an unbepflanzten Stellen ansiedeln, kann man dort mulchen. Hierfür eignet sich Rindenmulch, aber auch Rasenschnitt. Alternativ lässt sich auch Unkrautvlies verwenden. In jedem Fall sollte vorher jedoch ein Langzeitdünger, etwa Hornspäne, aufgebracht werden. Immergrüne Bodendecker wie Storchschnabel, Efeu, Kleinblättriges Immergrün oder Gelbe Elfenblume helfen ebenfalls dabei, Unkraut in Schach zu halten.

Zugewucherte Gehwegfugen kann man mit Fugenkratzern wieder befreien, auch heißes Wasser funktioniert zumindest kurzfristig. Bei großflächigen Einsätzen empfiehlt sich eine thermische Bekämpfung, im Volksmund auch bekannt als „Abflammen“. Dies sollte aber nur von Profis mit entsprechendem Equipment durchgeführt werden.

Wer wenig Zeit für all diese Arbeiten hat, sollte wenigstens versuchen, die Blüten von Unkräutern zu entfernen, um ihre Vermehrung einzuschränken. Oder Sie melden sich einfach bei uns – wir helfen sehr gern!

Gartenpflege Folge 2: Richtig bewässern

Der Sommer naht. Und mit ihm die Frage: Wie wässert man Pflanzen im Garten eigentlich richtig? Das (Garten-)Zauberwort lautet: Dosierung. Denn übermäßiges Gießen „verwöhnt“ die Pflanzen. In heißen Trockenperioden sind sie deshalb umso durstiger – und der Bewässerungsaufwand steigt. Außerdem profitieren Unkrautsamen von zu häufigem Nass.

Prinzipiell gilt daher: Nicht jeden Tag wässern. Und wenn, dann angepasst auf die jeweiligen Pflanzen. Solche mit großem, weichem Laub wie Hortensien oder Kopfsalat müssen eher häufiger, solche mit harten oder behaarten Blättern wie Rosmarin oder Wollziest dagegen seltener gewässert werden.

Bei Flachwurzlern ist Fingerspitzengefühl gefragt: Diese benötigen häufiger Wasser, und zwar so viel, dass der Boden ausreichend durchfeuchtet wird – bei Rasen zum Beispiel etwa 15 Zentimeter tief (je nach Bodenart also 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter), bei Rhododendren rund 30 Zentimeter.

Tiefwurzler wie Stauden oder Gehölze sind genügsamer, maximal eine Wässerung pro Woche reicht – am besten mit einem Tropfschlauch statt mit der Gießkanne, damit das kühle Nass langsam einsickern kann.

Apropos kühl: Stets am frühen Morgen wässern! Denn in der prallen Mittagssonne wirken Wassertropfen wie Brenngläser auf die Blätter. Abends wiederum freuen sich unliebsame Pilze und Schnecken über die Feuchtigkeit. Außerdem empfiehlt es sich, möglichst in der Nähe des Wurzelballens wässern. Das hält die Verdunstung gering und beugt ebenfalls Pilzerkrankungen vor.

Übrigens: Bewässerungsanlagen können viel Zeit und Arbeit sparen. Den Einbau übernehmen wir gern. Sprechen Sie uns einfach an.

Gartenpflege Folge 1: Was ist Vertikutieren?

In den vergangenen Monaten haben wir für unsere Kunden eine Menge Vertikutierarbeiten erledigt. Ein kurzer Crashkurs: Vertikutieren – zusammengesetzt aus den englischen Vokabeln vertical (senkrecht) und to cut (schneiden) – ist eine Pflegemaßnahme für verfilzte Rasenflächen. Also solche, in denen Moos, abgestorbenes Pflanzenmaterial und Wildkräuter überhand genommen haben. Die Folge: Der Rasen bekommt weder genug Wasser noch Luft.

Vertikutiermaschinen schaffen Abhilfe: Ihre rotierenden Messer ritzen die vorab gemähte Grasnarbe oberflächlich an und reißen dabei den Filz heraus. Das Ganze lässt sich auch manuell – und entsprechend schweißtreibend – mit Vertikutierrechen erledigen. Ob nun aber maschinell und mit der Hand: Das herausgearbeitete Material muss anschließend von der Rasenfläche, zum Beispiel auf den Kompost oder als Mulch in Blumen- und Gemüsebeete. Der Rasen kann nun im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufatmen, auch Bodenlebewesen profitieren von der verbesserten Sauerstoffzufuhr. Durch den Anschnitt wird zudem das Austreiben der Gräser befördert, bei Bedarf kann auch Rasen nachgesät werden.

Doch Achtung! Damit sich der Rasen nach dem Vertikutieren schnell erholt, sollten die Witterungsbedingungen möglichst feucht und warm sein. Sollten Sie professionelle Hilfe dabei benötigen: Sprechen Sie uns gern an.

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