Pflanze des Monats (01/19): Schneeglöckchen

Schneeglöckchen Weißröckchen – weißer Blütenzauber im Winter

Auch bei uns in Deutschland ist mittlerweile die kalte Jahreszeit richtig eingetroffen. Der Boden ist gefroren, die Bäume sind kahl und verschiedener Ortes lässt sich sogar Schnee blicken. Da könnte man meinen, dass die Blütenwelt noch tief im Winterschlaf versunken ist… dabei können wir uns schon bald auf die ersten Frühlingsboten freuen! Bereits ab Februar kämpft sich das tapfere Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) mit seinen spitzen Blättern durch den Schnee. Bei guten Bedingungen beginnt es kurz darauf mit der Blüte. Allen Witterungen zum Trotz schafft es diese kleine zarte Blume, als eine der ersten heimischen Blütenpflanzen des Jahres, die Wiesen und Gärten zum blühen zu bringen.

Schneeglöckchen bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse. Wenn sie am richtigen Standort wachsen, fühlt sich das Schneeglöckchen wohl genug, um über die Tochterzwiebeln schnell weitere Pflanzen auszubilden. Wenn Sie dies beachten, könnten Sie Jahr für Jahr mehr von den erstaunlich robusten Blüten in ihrem Garten begrüßen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie ein halbschattiges bis schattiges Plätzchen finden, sowie humusreichen und lockeren Boden. Auch ausreichende Bodenfeuchte ist wichtig. Der pH-Wert sollte möglichst alkalisch bis neutral sein. Wenn Sie Fragen rund um die Beschaffenheit Ihres Bodens haben, oder diesen verbessern möchten, helfen Ihnen unsere Gartenzauberer gerne!

Der erste Anblick der grünen Fühler, die sich durch dem winterkalten Boden kämpfen, und die zarten hängenden Blüten symbolisieren immer wieder den Anfang des neuen Jahres, des neuen Lebens, der erneut erwachenden Pflanzenwelt. Nach einer Erzählung verwandelte einst ein Engel fliegende Schneeflocken in Blumen, um den Menschen neue Hoffnung zu geben. Die Schneeglöckchen sind ein Zeichen dafür, dass gute Zeiten kommen werden – ob man nun daran glaubt oder nicht: Schneeglöckchen im eigenen Garten sind immer ein wundervoller Anblick!

Pflanze des Monats (12/18): Gewöhnliche Stechpalme

Die zwei Gesichter der gewöhnlichen Stechpalme

Nicht nur in Amerika ist die dort als „Holly“ bekannte Pflanze weit verbreitet, auch in vielen Teilen Europas ist die Stechpalme eine beliebte Bereicherung des Weihnachtsschmucks. Neben Tanne, Fichte und Mistel wird das robuste Gewächs von Floristen und Deko-Affinen zu Adventsschmuck verarbeitet. Dies hat gerade ein Deutschland eine lange Tradition – bereits im Mittelalter war die Stechpalme sehr symbolträchtig: Die immergrünen Blätter wurden als Zeichen des ewigen Lebens gesehen und aus diesem Grunde gerne im Haus verteilt.

Die Familie der Stechpalme ist weit verbreitet. Es gibt zwischen 400 und 450 Arten in Nordamerika, Asien und auch auf der Südhalbkugel. Von den Tropen bis zu kalten Gebirgsregionen – Ilex ist überall anzufinden und gern gesehen. Ilex tritt baum- oder strauchförmig auf, dabei kommt ein Stammdurchmesser von 30 cm und Höhen von bis zu 8 m nicht selten vor. Die Blätter sind von einem dunklen Grün und weisen deutliche Stacheln auf. Die Pflanzen können männlich oder weiblich sein, für die Weihnachtsdekoration sind die weiblichen Pflanzen wichtig, da nur diese die roten Steinfrüchte ausbilden.

Die leuchtend roten Früchte der Ilex aquifolium sind aber nicht nur schön weihnachtlich, sondern auch ganz schön giftig. Das ist für die Art von Vorteil, denn zwischen den winterkahlen Gehölzen würden sie sonst als Nahrung vieler Tiere enden. Bereits 20-30 Früchte können für einen Erwachsenen tödlich sein – der Geschmack ist jedoch sehr bitter und bereits wenige Früchte lösen Erbrechen aus. Auch für Ihre Vierbeiner ist die Ilex giftig, also passen Sie bei dem weihnachtlichen Spaziergang oder bei der Dekoration des Hauses auf ihre Haustiere auf.

Wenn Sie Fragen zur Pflanzung oder Haltung der gewöhnlichen Stechpalme haben stehen Ihnen Ihre Gartenzauberer gerne zur Verfügung! Ansonsten wünscht Ihnen Gartenzauberwerk eine wundervolle Vorweihnachtszeit und besinnliche Stimmung unter Stechpalmenzweigen.

Pflanze des Monats (11/18): Aster

Der Name Aster kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie „Stern“, was die Blütenform dieser besonders spät blühenden Pflanze beschreibt. Etwa 180 Hybriden der Sternenblume zieren die deutschen Gärten, denn sie sind äußerst farbenfroh und wachsen in allen Klimazonen. Ursprünglich stammen die Korbblüter wohl aus Afrika und Amerika und haben bis heute ihre Schönheit und angenehme Anspruchslosigkeit beibehalten.

Die Myrten-Aster kann den ersten Frost problemlos überstehen und übersät Ihren Garten mit einem Meer aus weißen, zartrosa oder lila Blüten. Jedes Jahr aufs neue können Sie sich über diesen Glanz in Ihren Beeten freuen, die hübsche und standhafte Blume hält lange an und lässt sich leicht pflegen. Generell fühlen sich Astern in Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt wohl, kleinwüchsige Sorten können jedoch auch großflächig als herbstblütende Bodendecker gepflanzt werden. Im Beet sollte die Myrten-Aster Zwischen März und Mai mit einem Abstand von ungefähr 50 cm gepflanzt werden. Der Busch wird sehr schnell eine beachtliche Höhe erreichen und erblüht im Herbst zur vollen Pracht. Den Winter übersteht die Myrten-Aster problemlos, schneiden Sie im März die abgeblühten Stängel etwa eine handbreit über dem Boden ab und sie werden schon bald wieder wachsen und Ihren Garten erneut verzaubern.

Die Myrten-Aster kann gerade gegen Ende der Blütenzeit auch aus Schnittblume genutzt werden. Die langen Hälse eignen sich gut für hohe Vasen und kleine Sträuße. Auch in der Wohnung glänzt die Aster durch lange Haltbarkeit und kann mit anderen Spätblühern und frischem Grün fabelhaft kombiniert werden.
Wenn Sie noch weitere Informationen über die Myrten-Aster benötigen, stehen Ihre Gartenzauberer Ihnen gerne zur Seite bei Pflege und Aussat. Wir sind schließlich dafür bekannt, die Gärten zu verzaubern – und welche Blume eignet sich dafür im Winter besser als die Myrten-Aster?

Pflanze des Monats (10/18): Dahlie

Die „Grande Dame“ aus der Familie der Korbblüher begeistert durch ihr Formen- und Farbenreichtum in jedem Garten – und dies nicht nur im Sommer. Die Garten Dahlie blüht mit etwas Mühe bis in den goldenen Herbst hinein und verwandelt auch trübe Tage in ein Feuerwerk der Farben. Die prächtige Pflanze zeigt sich in satten Rot- und Orangetönen, Gelb, Rosa und sogar in reinem Weiß. Lediglich Blau und Violett lässt sie in ihrer Farbpalette aus. Ein- oder mehrfarbig, geflammt, marmoriert oder mit Verläufen, die Dahlie scheint sich immer wieder neu zu erfinden um Ihrem Garten das gewisse Etwas zu geben.

Ursprünglich stammt die Dahlie aus Mittelamerika, genauer gesagt aus den Hochebenen Mexikos und Guatemalas. Hier schmückte sie bereits die Tempel der Azteken und wurde außerdem als Nutzpflanze kultiviert: denn die stärkereichen Knollen wurden zum Teil wie Kartoffeln zubereitet. 1804 brachte Alexander von Humboldt Samen der Dahlie nach Paris und Berlin und tat damit seinen Teil daran, die bunten Blüten in Europe zu verbreiten.

Wenn Sie heute mit einer der 15 Dahlien-Sorten Ihren Garten verschönern möchten, eignet sich ein Boden, der idealerweise nicht lehmig und leicht sauer (pH-Wert bei etwa 6,5) ist. Dahlien brauchen direkte Sonneneinstrahlung, die südamerikanische Pflanze ist noch immer auf ein angenehmes Klima mit regelmäßiger Bewässerung angewiesen. Verblühte Dahlien sollten regelmäßig ausgeputzt werden, das verlängert die Blütezeit.

Wie zu erwarten ist die Pflanze nicht winterhart. Lassen Sie Ihre Dahlien jedoch trotzdem so lange im Beet, bis am Laub der erste Nachtfrost deutlich zu erkennen ist, denn sie speichern zu dieser Zeit bereits die Nährstoffe für das folgende Jahr. Dann sollten Sie die Blumen bis auf etwa fünf Zentimeter herunterschneiden und die Knolle vorsichtig ausgraben. Faule Stellen schneiden Sie mit einem scharfen Messer heraus und die Schnittstelle wird mit etwas Holzkohlepulver behandelt. Getrocknet können die Dahlienknollen an einem dunklen und trockenen Ort überwintern, bitte nicht unter 4 Grad Celsius, damit keine Frostschäden entstehen. Als Behältnis können Sie Kisten mit Zeitungspapier auslegen oder durchlöchterte Plastiktüten nutzen, achten Sie nur darauf, dass kein Schimmel entstehen kann.

Ende April oder Anfang Mai können Ihre Dahlien endlich wieder in den Garten. Pflanzen Sie die Knollen möglichst nicht in zu feuchten Boden. Tipp: Werden die Knollen vor dem Einpflanzen eine Nacht in Wasser gelegt, verbessern sich die Startchancen! Etwa fünf Zentimeter tief um das Austreiben zu erleichtern und etwas Erde darüber – schon sind Sie bereit für die baldige Farbenpracht in Ihrem Garten!

Pflanze des Monats (09/18): Heidekraut

Wenn die meisten Pflanzen ihre Blütezeit schon hinter sich haben, legt sie erst los: Die Besenheide. Als Charakterart der hiesigen Heidelandschaften, ganz markant etwa im Westen Lüneburgs, ist sie bekannt und beliebt – und zwar auch bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern.

Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Heidekrautgewächse, die sich vortrefflich als Zierpflanzen eignen. Die gleichnamige Familie umfasst neben der Besenheide, einzige Vertreterin der Gattung Calluna, auch die ebenfalls populäre Gattung Erica mit etwa 860 Spezies. Darunter befinden sich Sommer- wie Winterheiden, was es ermöglicht, quasi das gesamte Jahr lang Heideblüten im eigenen Garten zu haben – und zwar von Weiß über Rosa und Rot bis Purpur und Lila.

Einige Arten und Sorten seien hier hervorgehoben. Zum Beispiel die Knospenheide, eine Zuchtform der Besenheide: Ihre Blüten verharren, nomen est omen, im Knospenstadium, wobei die Kelchblätter bis in den Winter eine Schutzhülle bilden – weswegen es so aussieht, als würde sie auch dann noch blühen. Die Schneeheide zeichnet ebenfalls so manchen Farbtupfer in die Wintertristesse: Die beliebte Zierpflanze erblüht von Januar bis April und ist damit nicht nur eine willkommene Augen-, sondern auch wichtige frühe Bienenweide. Eine weitere zeitig blühende Art ist die Baumheide. Doch Obacht: Die bis zu sechs Meter (!) hoch wachsende Art stammt aus dem Mittelmeerraum und ist damit frostempfindlich. Die Grauheide wiederum ist eine Pflanze des Frühsommers und -herbstes und in dieser Zeit übersät von Blüten in zahlreichen Rosa-Tönen.

Aber ganz gleich, für welche Heidekräuter man sich entscheidet: Trotz der Unterschiede mögen sie fast alle saure und sandige, nicht zu nährstoffreiche Böden. Zudem sollten die Pflanzen nie austrocknen, weswegen in Trockenperioden (und zwar auch im Winter) ausreichende Feuchtigkeit wichtig ist – sei es durch Bewässerung oder eine schützende Mulchschicht.

Am schönsten wirken Heidekräuter gemeinsam. Am besten pflanzt man sie deshalb im Frühjahr oder im Herbst in Gruppen und möglichst flächig. Wer viel Platz hat, kann angesichts der Sortenvielfalt abwechslungsreiche Heidelandschaften kreieren, bei Bedarf mit attraktiven Einzelelementen wie Hügeln, Steinen oder Wurzeln. Auch Kombinationen mit Zwergkiefern, Wacholder und Gräsern sind reizvoll, zudem harmonieren Heidekräuter aufgrund ähnlicher Ansprüche mit Rhododendren, Heidelbeeren und Azaleen.

Wenn Sie bei Ihren Gestaltungswünschen Unterstützung benötigen: Wir helfen sehr gern! Sprechen Sie uns einfach an.

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