Pflanze des Monats (11/18): Aster

Der Name Aster kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie „Stern“, was die Blütenform dieser besonders spät blühenden Pflanze beschreibt. Etwa 180 Hybriden der Sternenblume zieren die deutschen Gärten, denn sie sind äußerst farbenfroh und wachsen in allen Klimazonen. Ursprünglich stammen die Korbblüter wohl aus Afrika und Amerika und haben bis heute ihre Schönheit und angenehme Anspruchslosigkeit beibehalten.

Die Myrten-Aster kann den ersten Frost problemlos überstehen und übersät Ihren Garten mit einem Meer aus weißen, zartrosa oder lila Blüten. Jedes Jahr aufs neue können Sie sich über diesen Glanz in Ihren Beeten freuen, die hübsche und standhafte Blume hält lange an und lässt sich leicht pflegen. Generell fühlen sich Astern in Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt wohl, kleinwüchsige Sorten können jedoch auch großflächig als herbstblütende Bodendecker gepflanzt werden. Im Beet sollte die Myrten-Aster Zwischen März und Mai mit einem Abstand von ungefähr 50 cm gepflanzt werden. Der Busch wird sehr schnell eine beachtliche Höhe erreichen und erblüht im Herbst zur vollen Pracht. Den Winter übersteht die Myrten-Aster problemlos, schneiden Sie im März die abgeblühten Stängel etwa eine handbreit über dem Boden ab und sie werden schon bald wieder wachsen und Ihren Garten erneut verzaubern.

Die Myrten-Aster kann gerade gegen Ende der Blütenzeit auch aus Schnittblume genutzt werden. Die langen Hälse eignen sich gut für hohe Vasen und kleine Sträuße. Auch in der Wohnung glänzt die Aster durch lange Haltbarkeit und kann mit anderen Spätblühern und frischem Grün fabelhaft kombiniert werden.
Wenn Sie noch weitere Informationen über die Myrten-Aster benötigen, stehen Ihre Gartenzauberer Ihnen gerne zur Seite bei Pflege und Aussat. Wir sind schließlich dafür bekannt, die Gärten zu verzaubern – und welche Blume eignet sich dafür im Winter besser als die Myrten-Aster?

Pflanze des Monats (10/18): Dahlie

Die „Grande Dame“ aus der Familie der Korbblüher begeistert durch ihr Formen- und Farbenreichtum in jedem Garten – und dies nicht nur im Sommer. Die Garten Dahlie blüht mit etwas Mühe bis in den goldenen Herbst hinein und verwandelt auch trübe Tage in ein Feuerwerk der Farben. Die prächtige Pflanze zeigt sich in satten Rot- und Orangetönen, Gelb, Rosa und sogar in reinem Weiß. Lediglich Blau und Violett lässt sie in ihrer Farbpalette aus. Ein- oder mehrfarbig, geflammt, marmoriert oder mit Verläufen, die Dahlie scheint sich immer wieder neu zu erfinden um Ihrem Garten das gewisse Etwas zu geben.

Ursprünglich stammt die Dahlie aus Mittelamerika, genauer gesagt aus den Hochebenen Mexikos und Guatemalas. Hier schmückte sie bereits die Tempel der Azteken und wurde außerdem als Nutzpflanze kultiviert: denn die stärkereichen Knollen wurden zum Teil wie Kartoffeln zubereitet. 1804 brachte Alexander von Humboldt Samen der Dahlie nach Paris und Berlin und tat damit seinen Teil daran, die bunten Blüten in Europe zu verbreiten.

Wenn Sie heute mit einer der 15 Dahlien-Sorten Ihren Garten verschönern möchten, eignet sich ein Boden, der idealerweise nicht lehmig und leicht sauer (pH-Wert bei etwa 6,5) ist. Dahlien brauchen direkte Sonneneinstrahlung, die südamerikanische Pflanze ist noch immer auf ein angenehmes Klima mit regelmäßiger Bewässerung angewiesen. Verblühte Dahlien sollten regelmäßig ausgeputzt werden, das verlängert die Blütezeit.

Wie zu erwarten ist die Pflanze nicht winterhart. Lassen Sie Ihre Dahlien jedoch trotzdem so lange im Beet, bis am Laub der erste Nachtfrost deutlich zu erkennen ist, denn sie speichern zu dieser Zeit bereits die Nährstoffe für das folgende Jahr. Dann sollten Sie die Blumen bis auf etwa fünf Zentimeter herunterschneiden und die Knolle vorsichtig ausgraben. Faule Stellen schneiden Sie mit einem scharfen Messer heraus und die Schnittstelle wird mit etwas Holzkohlepulver behandelt. Getrocknet können die Dahlienknollen an einem dunklen und trockenen Ort überwintern, bitte nicht unter 4 Grad Celsius, damit keine Frostschäden entstehen. Als Behältnis können Sie Kisten mit Zeitungspapier auslegen oder durchlöchterte Plastiktüten nutzen, achten Sie nur darauf, dass kein Schimmel entstehen kann.

Ende April oder Anfang Mai können Ihre Dahlien endlich wieder in den Garten. Pflanzen Sie die Knollen möglichst nicht in zu feuchten Boden. Tipp: Werden die Knollen vor dem Einpflanzen eine Nacht in Wasser gelegt, verbessern sich die Startchancen! Etwa fünf Zentimeter tief um das Austreiben zu erleichtern und etwas Erde darüber – schon sind Sie bereit für die baldige Farbenpracht in Ihrem Garten!

Pflanze des Monats (09/18): Heidekraut

Wenn die meisten Pflanzen ihre Blütezeit schon hinter sich haben, legt sie erst los: Die Besenheide. Als Charakterart der hiesigen Heidelandschaften, ganz markant etwa im Westen Lüneburgs, ist sie bekannt und beliebt – und zwar auch bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern.

Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Heidekrautgewächse, die sich vortrefflich als Zierpflanzen eignen. Die gleichnamige Familie umfasst neben der Besenheide, einzige Vertreterin der Gattung Calluna, auch die ebenfalls populäre Gattung Erica mit etwa 860 Spezies. Darunter befinden sich Sommer- wie Winterheiden, was es ermöglicht, quasi das gesamte Jahr lang Heideblüten im eigenen Garten zu haben – und zwar von Weiß über Rosa und Rot bis Purpur und Lila.

Einige Arten und Sorten seien hier hervorgehoben. Zum Beispiel die Knospenheide, eine Zuchtform der Besenheide: Ihre Blüten verharren, nomen est omen, im Knospenstadium, wobei die Kelchblätter bis in den Winter eine Schutzhülle bilden – weswegen es so aussieht, als würde sie auch dann noch blühen. Die Schneeheide zeichnet ebenfalls so manchen Farbtupfer in die Wintertristesse: Die beliebte Zierpflanze erblüht von Januar bis April und ist damit nicht nur eine willkommene Augen-, sondern auch wichtige frühe Bienenweide. Eine weitere zeitig blühende Art ist die Baumheide. Doch Obacht: Die bis zu sechs Meter (!) hoch wachsende Art stammt aus dem Mittelmeerraum und ist damit frostempfindlich. Die Grauheide wiederum ist eine Pflanze des Frühsommers und -herbstes und in dieser Zeit übersät von Blüten in zahlreichen Rosa-Tönen.

Aber ganz gleich, für welche Heidekräuter man sich entscheidet: Trotz der Unterschiede mögen sie fast alle saure und sandige, nicht zu nährstoffreiche Böden. Zudem sollten die Pflanzen nie austrocknen, weswegen in Trockenperioden (und zwar auch im Winter) ausreichende Feuchtigkeit wichtig ist – sei es durch Bewässerung oder eine schützende Mulchschicht.

Am schönsten wirken Heidekräuter gemeinsam. Am besten pflanzt man sie deshalb im Frühjahr oder im Herbst in Gruppen und möglichst flächig. Wer viel Platz hat, kann angesichts der Sortenvielfalt abwechslungsreiche Heidelandschaften kreieren, bei Bedarf mit attraktiven Einzelelementen wie Hügeln, Steinen oder Wurzeln. Auch Kombinationen mit Zwergkiefern, Wacholder und Gräsern sind reizvoll, zudem harmonieren Heidekräuter aufgrund ähnlicher Ansprüche mit Rhododendren, Heidelbeeren und Azaleen.

Wenn Sie bei Ihren Gestaltungswünschen Unterstützung benötigen: Wir helfen sehr gern! Sprechen Sie uns einfach an.

Pflanze des Monats (08/18): Die Kornblume

Nicht nur aufgrund ihres herrlichen Himmelblaus ist die Kornblume ein geradezu sagenhaftes Gewächs. So soll der Zentaure Chiron mit ihrer Hilfe den wunden Fuß des Achilles‘ geheilt haben – ein Umstand, den ihr wissenschaftlicher Artenname Centaurea cyanus bis heute wiederspiegelt.

Doch ganz gleich, ob man diese Legende aus dem alten Griechenland nun glauben mag oder nicht: In jedem Fall verweist sie auf den Ursprung der Kornblume. Denn sie ist im östlichen Mittelmeerraum beheimatet und verbreitete sich vermutlich über Getreide-Saatgut in ganz Mitteleuropa. Auch auf hiesigen Äckern war sie einst ein häufiges Beikraut und begeisterte Kaiser Wilhelm I. dermaßen, dass er sie zu seiner Lieblingspflanze erklärte – und damit einen regelrechten Kornblumen-Hype auslüste.

Inzwischen ist die Art in freier Wildbahn durch hohen Dünger- und Pestizideinsatz stark zurückgegangen. Trotzdem ist sie aufgrund ihrer schlichten Schönheit nach wie vor beliebt – und dank ihrer Blütezeit von Juni bis September ein hervorragender Sommer-Gartenschmuck.

Kornblumen werden etwa 40 bis 80 Zentimeter hoch. Von Natur aus sind ihre Blüten blau, es gibt jedoch auch weiße, rosa, rote oder violette (Zucht-)Sorten. Die einjährigen Pflanzen benötigen einen sonnigen Standort mit durchlässigem und nicht allzu nährstoffreichem Boden, sind ansonsten aber sehr unkompliziert.

Sie werden per Aussaat von März bis Mai ausgebracht, wobei mehrere Termine die Blühdauer im Beet verlängern – ebenso wie das Abschneiden alter Blütenstände, das die Pflanze zur Bildung weiterer Blüten anregt. Wer in einer warmen Gegend zu Hause ist, kann die Samen auch im Frühherbst des Vorjahrs aussäen, um sich schon im Mai an den Blüten des „Körbchenblumentyps“ erfreuen zu können.

Sehr gut lassen sich die bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen begehrten Pflanzen mit Margeriten, Mohn, Malven oder Ringelblumen zu einer farbintensiven Blumenwiese kombinieren – die man sich in Form eines selbst gepflückten Strauß‘ sogar ins Wohnzimmer holen kann.

Und übrigens: Sollten Sie bei Ihren „Wiesenideen“ Hilfe benötigen – sprechen Sie uns sehr gern an!

Pflanze des Monats (07/18): Die Lilie

Große Blüten und satte Farben: Lilien verwöhnen in den (Früh-)Sommermonaten jedes Auge. Schon in der Bronzezeit waren die Menschen von den herrlichen Zwiebelgewächsen verzückt und verewigten sie in aufwändigen Malereien, auch die alten Römer und Griechen schätzten Lilien als Symbole der Reinheit und Fruchtbarkeit.

Heute sind mehr als 100 Arten bekannt, die sich im Laufe der Evolution vom Himalaya bis nach Japan, Nordamerika und den Kaukasus ausgebreitet haben. Aufgrund ihrer Schönheit sind sie nicht nur an Naturstandorten, sondern auch in jedem Ziergarten ein echter Hingucker. Die unzähligen Züchtungen erblühen in diversen Weiß-, Rot-, Rosa-, Orange- oder Gelbtönen. Der Durchmesser mancher Blüten beträgt sieben, bei anderen stolze 25 Zentimeter. Es gibt sie einfarbig und mit Randzeichnung, gestreift oder gesprenkelt, mit mehr oder weniger süßlichem Duft. Kurzum: Die Vielfalt ist immens, so dass sich nahezu jede Gestaltungsidee umsetzen lässt.

Praktisch ist dabei, dass Lilien prinzipiell recht robust sind. Dennoch gilt es einige Basics zu beachten: Die Pflanzen mögen es feucht, reagieren aber recht empfindlich auf Staunässe. Durchlässige Böden oder eine Drainage sind also Pflicht. Zudem sollte ein sonniger Standort gewählt werden, denn die Blüten brauchen Licht und Wärme. Doch Obacht: Zugleich bekommen Lilien gern „kalte Füße“, was sich mit Mulch oder Bodendeckern wie Eisenkraut oder Storchschnabel bewerkstelligen lässt. Düngt man sie dann noch regelmäßig mit Kompost oder Hornspänen, sind sie rundum versorgt – übrigens auch im Topf.

Am besten pflanzt man Lilien im Herbst, auch die Zeit von Ende März bis Mai ist möglich. Abweichler sind die Madonnen-Lilie, für die sich nur der August eignet, und die Türkenbund-Lilie, die man im Herbst ausbringen sollte. Besonders zur Geltung kommen die Pflanzen in Gruppen, wobei es sich empfiehlt, die Pflanztermine über mehrere Wochen zu verteilen. Denn so kann man sich länger am Farbenspiel erfreuen, gehen die Lilien dadurch doch erst nach und nach in Blüte.

Je nach Sorte ist das von Mai bis September der Fall. Sind die Blüten verwelkt, sollte man sie entfernen, um die Lebenskraft der Pflanze zu erhalten. Kündigt sich die kalte Jahreszeit an, schneidet man Lilien bis auf den Boden zurück. Sie überwintern anschließend in ihren Zwiebeln, um im nächsten Frühling wieder auszutreiben.

Wir wünschen viel Freude beim Experimentieren und Variieren. Sollten Sie dabei Anregungen oder Hilfe brauchen – sprechen Sie uns gern an!

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