Pflanze des Monats (10/18): Dahlie

Die „Grande Dame“ aus der Familie der Korbblüher begeistert durch ihr Formen- und Farbenreichtum in jedem Garten – und dies nicht nur im Sommer. Die Garten Dahlie blüht mit etwas Mühe bis in den goldenen Herbst hinein und verwandelt auch trübe Tage in ein Feuerwerk der Farben. Die prächtige Pflanze zeigt sich in satten Rot- und Orangetönen, Gelb, Rosa und sogar in reinem Weiß. Lediglich Blau und Violett lässt sie in ihrer Farbpalette aus. Ein- oder mehrfarbig, geflammt, marmoriert oder mit Verläufen, die Dahlie scheint sich immer wieder neu zu erfinden um Ihrem Garten das gewisse Etwas zu geben.

Ursprünglich stammt die Dahlie aus Mittelamerika, genauer gesagt aus den Hochebenen Mexikos und Guatemalas. Hier schmückte sie bereits die Tempel der Azteken und wurde außerdem als Nutzpflanze kultiviert: denn die stärkereichen Knollen wurden zum Teil wie Kartoffeln zubereitet. 1804 brachte Alexander von Humboldt Samen der Dahlie nach Paris und Berlin und tat damit seinen Teil daran, die bunten Blüten in Europe zu verbreiten.

Wenn Sie heute mit einer der 15 Dahlien-Sorten Ihren Garten verschönern möchten, eignet sich ein Boden, der idealerweise nicht lehmig und leicht sauer (pH-Wert bei etwa 6,5) ist. Dahlien brauchen direkte Sonneneinstrahlung, die südamerikanische Pflanze ist noch immer auf ein angenehmes Klima mit regelmäßiger Bewässerung angewiesen. Verblühte Dahlien sollten regelmäßig ausgeputzt werden, das verlängert die Blütezeit.

Wie zu erwarten ist die Pflanze nicht winterhart. Lassen Sie Ihre Dahlien jedoch trotzdem so lange im Beet, bis am Laub der erste Nachtfrost deutlich zu erkennen ist, denn sie speichern zu dieser Zeit bereits die Nährstoffe für das folgende Jahr. Dann sollten Sie die Blumen bis auf etwa fünf Zentimeter herunterschneiden und die Knolle vorsichtig ausgraben. Faule Stellen schneiden Sie mit einem scharfen Messer heraus und die Schnittstelle wird mit etwas Holzkohlepulver behandelt. Getrocknet können die Dahlienknollen an einem dunklen und trockenen Ort überwintern, bitte nicht unter 4 Grad Celsius, damit keine Frostschäden entstehen. Als Behältnis können Sie Kisten mit Zeitungspapier auslegen oder durchlöchterte Plastiktüten nutzen, achten Sie nur darauf, dass kein Schimmel entstehen kann.

Ende April oder Anfang Mai können Ihre Dahlien endlich wieder in den Garten. Pflanzen Sie die Knollen möglichst nicht in zu feuchten Boden. Tipp: Werden die Knollen vor dem Einpflanzen eine Nacht in Wasser gelegt, verbessern sich die Startchancen! Etwa fünf Zentimeter tief um das Austreiben zu erleichtern und etwas Erde darüber – schon sind Sie bereit für die baldige Farbenpracht in Ihrem Garten!

Gartenpflege Folge 7: Teichpflege im Herbst

Ein Teich ist die Perle in jedem Garten. Damit er auch in der nächsten Saison glitzert und schillert, sollte er gerade jetzt im Herbst poliert bzw. gepflegt werden.

Das erste Augenmerk dabei gilt den Pflanzen im Wasser: Da sich die meisten von ihnen zur kalten Jahreszeit ohnehin in Überwinterungsorgane zurückziehen, schneidet man ihre oberflächennahen Triebe zurück oder entfernt wie bei Seerosen alle gelben Blätter. Damit wird verhindert, dass die abgestorbenen Pflanzenteile sich am Teichboden sammeln und dort allmählich zu Faulschlamm werden, aus dem für Fische und andere Tiere giftige Gase entweichen.

Außerdem sollte man nun, da die Bäume ihre Blätter verlieren, einen zu hohen Laubeintrag verhindern. Bei kleinen Teichen empfiehlt sich dafür ein Netz, das man über das Wasser spannt. Steht kein Netz zur Verfügung oder ist der Teich zu groß, hilft nur Abkeschern. Bei der Gelegenheit ist es sinnvoll, nicht nur Laub, sondern auch über den Sommer gewachsene Algenteppiche „einzufangen“. Denn mit sinkenden Temperaturen verwandelt sich auch ihre absterbende Biomasse in Faulschlamm, da die zersetzenden Mikroorganismen im Teichwasser nun nicht mehr so aktiv sind.

Auch Pflanzen der Sumpf-, Flachwasser- und Uferzone wie Schilf, Binsen oder Zyperngräser können nun zurückgeschnitten werden. Dabei sollte man rund 20 Zentimeter stehen lassen – so friert der Uferbereich später nicht so schnell zu, die Belüftung des Teichwassers bleibt erhalten. Das Schnittgut zudem nicht sofort auf den Kompost geben, sondern bis zum Frühjahr in einer geschützten Gartenecke lagern – Insekten, die jetzt einen Unterschlupf für den Winter suchen, werden sich freuen.

Befinden sich Fische im Teich, sollten sie, so sie gefüttert werden, bei Temperaturen unter 10 Grad Celcius keine Nahrung mehr erhalten. Denn zu Futterreste am Boden würden erneut zum Faulgasproblem führen. Ohnehin ist bei mäßigem Fischbesatz und einer funktionierenden Wasserbiologie eine Fütterung oft gar nicht notwendig.

Ein weiterer Punkt: Die Wassermenge im Teich. Über den Sommer dürfte sie gesunken sein, sodass man nun nachfüllen muss. Verwendet man hierfür Wasser aus einem Brunnen, darf der Nitratgehalt, den man mit einem handelsüblichen Set testen kann, nicht zu hoch sein – eine Algenblüte wäre die Folge. Als Alternative bietet sich Leitungswasser an.

Und schließlich holt man vor den ersten Frösten Teichtechnik wie Pumpen und Filter aus dem Teich, um sie zu warten und frostfrei zu lagern.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei all diesen Arbeiten. Sprechen Sie uns einfach an!

Tipps und Tricks: Blumenzwiebeln setzen

Frühes Gärtnern fängt die Blütenpracht. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei: In jedem Fall ist der Herbst genau der richtige Zeitpunkt, um Zwiebelblüher wie Schneeglöckchen, Narzissen, Hyazinthen und Co. zu pflanzen – damit es im nächsten Frühling schon möglichst viele Farbtupfer im erwachenden Garten gibt.

Dabei sollte man beim Einkauf auf hochwertiges Pflanzmaterial achten. Was heißt: Lieber keine Billigmischungen, sondern Einzelknollen. Zudem feste, nicht schimmlige Zwiebeln nehmen, die noch nicht ausgetrieben sind. Und schließlich von einer Art lieber größere als kleinere Knollen auswählen – die Pflanzen werden dann in der Regel kräftiger.

Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass es die meisten Zwiebelblüher offen und sonnig mögen. Sie wirken auch sehr dekorativ unter Gehölzen, doch Achtung: Hier nur Laubgewächse wählen, damit in der Wachstumsphase von Krokus und Co. genug Licht auf den Boden fällt.

Daneben sind natürlich die eigenen Vorstellungen entscheidend: Wo soll es wann in welcher Farbe blühen? Angesichts der schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten hat man hier die Qual der Wahl: Der gelbe Winterling erblüht schon im Januar, das Schneeglöckchen von Februar bis März, kurz darauf erscheint der Märzenbecher. Die ebenfalls von März bis April blühenden Krokusse gibt es in weiß, blau und gelb, noch breiter ist das Farbspektrum bei Narzissen, Tulpen sowie den kräftig duftenden Hyazinthen. Die gefleckte Schachbrettblume ist ein echter Hingucker von April bis Mai, etwas später blühen hoch wachsende „Zwiebel-Exoten“ wie die Blaue Prärielilie, der Riesen-Zierlauch oder die recht empfindliche Steppenkerze.

Ganz allgemein empfiehlt es sich, Blumenzwiebeln in Gruppen zu setzen – sieht später einfach schöner aus. Plant man, sie im Rasen zu pflanzen (was am besten bei Narzissen und Krokussen gelingt), hat das zudem den Vorteil, dass man um sie herum mähen kann. Denn prinzipiell sollten die Laubblätter so lange an den Pflanzen verbleiben, bis sie komplett verwelkt sind – liefern sie bis dahin doch lebenswichtige Energie.

Und es gibt eine weitere Faustregel: Man pflanzt eine Zwiebel gut doppelt so tief wie sie hoch ist. Außerdem ist bei lehmigen oder tonigen Böden eine Drainageschicht sinnvoll, um Staunässe und damit Fäulnisgefahr zu verhindern. Sind Wühlmäuse ein Problem im Garten, sollten die Zwiebeln in einem Draht- oder Plastikkorb ausgebracht werden. Sie werden dann nicht so leicht angeknabbert.

Ansonsten: Zwiebeln mit der Spitze nach oben einsetzen, möglichst humusreiche Erde darüber, leicht andrücken und gut angießen – fertig! Bei manchen Arten, v.a. Krokussen, besteht die Chance, dass sie verwildern und sich selbständig über Brutknollen, mitunter auch durch Aussamung von selbst verbreiten. Hierfür sollten man die Pflanzungen aber über Jahre in Ruhe lassen.

Also: Lassen Sie Ihre Gestaltungsideen fließen! Und sollten Sie dabei oder der Umsetzung jemanden brauchen, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht: Sprechen Sie uns gern an!

Pflanze des Monats (09/18): Heidekraut

Wenn die meisten Pflanzen ihre Blütezeit schon hinter sich haben, legt sie erst los: Die Besenheide. Als Charakterart der hiesigen Heidelandschaften, ganz markant etwa im Westen Lüneburgs, ist sie bekannt und beliebt – und zwar auch bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern.

Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Heidekrautgewächse, die sich vortrefflich als Zierpflanzen eignen. Die gleichnamige Familie umfasst neben der Besenheide, einzige Vertreterin der Gattung Calluna, auch die ebenfalls populäre Gattung Erica mit etwa 860 Spezies. Darunter befinden sich Sommer- wie Winterheiden, was es ermöglicht, quasi das gesamte Jahr lang Heideblüten im eigenen Garten zu haben – und zwar von Weiß über Rosa und Rot bis Purpur und Lila.

Einige Arten und Sorten seien hier hervorgehoben. Zum Beispiel die Knospenheide, eine Zuchtform der Besenheide: Ihre Blüten verharren, nomen est omen, im Knospenstadium, wobei die Kelchblätter bis in den Winter eine Schutzhülle bilden – weswegen es so aussieht, als würde sie auch dann noch blühen. Die Schneeheide zeichnet ebenfalls so manchen Farbtupfer in die Wintertristesse: Die beliebte Zierpflanze erblüht von Januar bis April und ist damit nicht nur eine willkommene Augen-, sondern auch wichtige frühe Bienenweide. Eine weitere zeitig blühende Art ist die Baumheide. Doch Obacht: Die bis zu sechs Meter (!) hoch wachsende Art stammt aus dem Mittelmeerraum und ist damit frostempfindlich. Die Grauheide wiederum ist eine Pflanze des Frühsommers und -herbstes und in dieser Zeit übersät von Blüten in zahlreichen Rosa-Tönen.

Aber ganz gleich, für welche Heidekräuter man sich entscheidet: Trotz der Unterschiede mögen sie fast alle saure und sandige, nicht zu nährstoffreiche Böden. Zudem sollten die Pflanzen nie austrocknen, weswegen in Trockenperioden (und zwar auch im Winter) ausreichende Feuchtigkeit wichtig ist – sei es durch Bewässerung oder eine schützende Mulchschicht.

Am schönsten wirken Heidekräuter gemeinsam. Am besten pflanzt man sie deshalb im Frühjahr oder im Herbst in Gruppen und möglichst flächig. Wer viel Platz hat, kann angesichts der Sortenvielfalt abwechslungsreiche Heidelandschaften kreieren, bei Bedarf mit attraktiven Einzelelementen wie Hügeln, Steinen oder Wurzeln. Auch Kombinationen mit Zwergkiefern, Wacholder und Gräsern sind reizvoll, zudem harmonieren Heidekräuter aufgrund ähnlicher Ansprüche mit Rhododendren, Heidelbeeren und Azaleen.

Wenn Sie bei Ihren Gestaltungswünschen Unterstützung benötigen: Wir helfen sehr gern! Sprechen Sie uns einfach an.

Tipps und Tricks: Immergrüne Gehölze umsetzen

Der Rhododendron kümmert, die Eibe wird zu groß, und die Stechpalme würde sich in einem anderen Teil des Gartens doch besser machen. Eine Lösung für diese Probleme: Umsetzen! Im Falle immergrüner Gehölze ist der Herbst dafür die beste Jahreszeit. Zum einen stellen die Pflanzen ab September ihr Längenwachstum ein, sind zugleich aber in der Lage, bis zum Winter noch genug Wurzeln zu bilden. Zum anderen ist im Herbst die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen höher – und gerade umgepflanzte Gehölze brauchen eine ausreichende Wasserversorgung.

Eine weitere Grundregel lautet: Je jünger das Gehölz, desto einfacher und schonender lässt es sich umpflanzen. Ältere Exemplare sind nur schwer zu handhaben, außerdem haben sie in der Regel ein weit verzweigtes Wurzelsystem ausgebildet. Schäden sind da kaum vermeidbar sind, weswegen es lange dauern kann, bis sich die Pflanzen am neuen Standort erholen und kahle Stellen oder Verfärbungen verschwinden.

In den Wochen vor der geplanten Umsetzung empfiehlt es sich, den Boden unter der Pflanze alle paar Tage gut zu durchfeuchten. So kann die Pflanze Wasserreserven anlegen, außerdem gestaltet sich das spätere Ausgraben leichter. Außerdem sollte man sich über einen geeigneten neuen Standort Gedanken machen. Rhododendren etwa brauchen lichten Schatten bis Halbschatten, außerdem kalkfreie, saure, lockere und nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Sehr gut machen sie sich daher in Nachbarschaft von schattenwerfenden Laubbäumen.

Koniferen wie Eiben, aber auch Tannen, Lärchen, Fichten, Wacholder und die als Hecken sehr beliebten Lebensbäume (Thujen) haben keine besonderen Bodenansprüche, mögen es aber nicht zu trocken sowie hell und windgeschützt. Ähnlich sieht es bei der Stechpalme aus, die jedoch auf ein Umsetzen recht empfindlich reagiert. Daher sollte man ältere Exemplare im Zweifel lieber stehen lassen.

Steht der neue Standort fest, kann es mit dem Umpflanzen losgehen. Hierfür sticht man mit dem Spaten rund um den Gehölzstamm einen Wurzelballen aus, wobei die richtige Balance wichtig ist: Der Ballen sollte groß genug sein, um den Verlust an Feinwurzeln möglichst gering zu halten, aber natürlich nicht derart ausladend, dass man die Pflanze nicht mehr vom Fleck bekommt.

Das Pflanzloch am neuen Standort wiederum sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Im Fall von Rhododendren wird es, so die Bodenverhältnisse (noch) nicht stimmen, mit Spezialerde aufgefüllt, bei sehr lehmigen Böden lässt sich auch eine Drainage mit Kies anlegen. Bei Koniferen wiederum empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Kompost oder Rindenhumus anzureichern, außerdem sollte ein Stützpfahl Platz finden.

Ist das Gehölz dann gepflanzt, muss es ordentlich gewässert werden – und zwar auch in den kommenden Wochen, sofern die Niederschläge hierfür nicht ausreichen. Gerade bei Rhododendren ist es zudem sinnvoll, den Boden unter der Pflanze mit Hornspänen zu düngen und eine Mulchschicht aufzubringen. Am besten eignen sich hierfür Eichenlaub oder Nadeln, deren Gerbsäure im Zeitablauf gute Bodenverhältnisse schafft. Ohnehin empfiehlt es sich, Laub unter Rhododendren liegen zu lassen, baut sich so doch über die Zeit eine natürliche Humusschicht auf, von der die flachwurzelnden Gehölze zehren können.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei Ihren Umpflanzprojekten. Sprechen Sie uns bei Bedarf einfach an!

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